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Der erste Strom ist schon erzeugt

St. Egidiener Bürgerkraftwerk wird mit Tag der offenen Tür offiziell in Betrieb genommen

St. Egidien. Die Bürgerkraftwerk Chemnitzer Land GbR erwartet durch die Solaranlage auf dem Dach der Achatschule in St. Egidien einen Jahresertrag von 26.000 Kilowattstunden Strom aus Sonnenenergie.
Gestern erfolgte die offizielle Übergabe der Solaranlage bei strahlendem Sonnenschein mit einem Tag der offenen Tür. Die Anlage ist aber schon seit drei Monaten am Netz. "Wir haben bisher 5300 Kilowattstunden Strom erzeugt. Das ist in der schlechten Jahreszeit ein sehr guter Wert", zieht Gerhard Sonntag, Vorsitzender des Vereins Bürgerkraftwerk Chemnitzer Land, ein Zwischenfazit.
Die Solaranlage in St. Egidien ist das erste Bürgerkraftwerk im Landkreis Chemnitzer Land. 31 Frauen und Männer beteiligen sich mit einem Beitrag zwischen 1000 und 10.000 Euro an einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR). Dadurch konnte die Anlage mit einer Grundfläche von 250 Quadratmetern auf der Südseite der Bildungseinrichtung finanziert werden. Die Anschaffungskosten beziffert Sonntag auf 140.000 Euro.
Zu den Gesellschaftern gehört auch Stefan Teubert aus St. Egidien. "Durch das Bürgerkraftwerk habe ich die Möglichkeit, einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten", sagt der 59-Jährige. Sein Wohnhaus würde sich in einer ungünstigen Lage für eine Solaranlage befinden. Deshalb hat er sich für den Beitritt in die GbR entschieden.
Am Einfamilienhaus von Kerstin Eckart befindet sich bereits eine Warmwassersolaranlage. "Das Bürgerkraftwerk ist eine optimale Möglichkeit, um erneuerbare Energien zu nutzen", schätzt sie ein.
Schließlich erhoffen sich die Gesellschafter durch die neue Anlage eine Kohlenstoffdioxid-Reduktion um 18.200 Kilogramm im Jahr.
Die Inbetriebnahme der neuen Solaranlage nutzte Gerhard Sonntag auch, um die Werbetrommel für weitere solche Bürgerkraftwerke zu rühren. "Die Kommunen sollen sich ein Beispiel an der Gemeinde St. Egidien nehmen und kostenlos die Dachflächen für solche Projekte zur Verfügung stellen. Wir brauchen auf jeden Fall noch weitere Bürgerkraftwerke im Landkreis Chemnitzer Land", forderte der Vorsitzende des Vereins Bürgerkraftwerk Chemnitzer Land.
Die derzeit 18 Vereinsmitglieder wollen Interessenten dabei mit Ratschlägen und Informationen zur Seite stehen. Die Vorbereitungen für den Aufbau der Anlage in St. Egidien hatten im Jahr 2006 begonnen.
 
Quelle Freie Presse Hohenstein-Ernstthal, 28.03.2008
 
 
Solardach auf der Achatschule ist fertiggestellt

Module bedecken 250 Quadratmeter Fläche - Finanzierung erfolgte über Beteiligung an Gesellschaft bürgerlichen Rechts 

St. Egidien. Auf dem Gebäude der Achatschule in St. Egidien befindet sich jetzt ein Solardach. Die Solarmodule bedecken eine Fläche von 250 Quadratmetern auf der Südseite. Damit sollen zwischen 25.000 und 26.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr in das Leitungsnetz eingespeist werden.
"Wir sind überglücklich, dass der Aufbau der Anlage innerhalb einer sehr kurzen Zeit gelungen ist", sagt Gerhard Sonntag, Vorsitzender des Vereins Bürgerkraftwerk Chemnitzer Land.
Innerhalb von einem Jahr haben Sonntag - der auch für die Bündnisgrünen im Gemeinderat von St. Egidien sitzt - und seine Mitstreiter das Geld für die neue Solaranlage zusammengetragen. Der Aufbau der Solarmodule auf dem Schuldach hat insgesamt 140.000 Euro gekostet. Im Dezember sind die Arbeiten abgeschlossen worden.
Der Vereinsvorsitzende sagte, dass sich 31 Personen an einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) beteiligen. Diese haben zwischen 1000 und 10.000 Euro für ihre Anteile eingezahlt und damit die Montage der Solarzellen möglich gemacht. Die Anlage soll bis zu 20 Jahre in Betrieb bleiben und langfristig einen Gewinn erwirtschaften. "Wichtig ist aber auch, dass wir mit dem Verein Bürgerkraftwerk hier einen Beitrag für den Klimaschutz leisten", erklärt Sonntag.
Im Februar soll die Anlage offiziell eingeweiht werden. Dann will der Vereinsvorsitzende auch die Zahlen, welche Strommengen in den ersten Wochen ins Netz eingespeist wurden, vorlegen. Zudem will Sonntag die Möglichkeit nutzen, um auch andere Kommunen für solche Projekte zu begeistern. "Ich wünsche mir, dass auf weiteren kommunalen Gebäuden solche Solaranlagen aufgebaut werden können", sagt er.
 
Quelle: Freie Presse Hohenstein-Ernstthal, 17.01.2008
 
 
Fürs Solardach fehlen 70.000 Euro

Initiator Gerhard Sonntag sucht Mitstreiter - Anlage soll noch 2007 in Betrieb gehen 


St. Egidien. Die Finanzierung für den Aufbau eines Solardaches auf dem Gebäude der Mittelschule "Achatschule" in St. Egidien ist noch nicht gesichert. Das Projekt wird vom Verein Bürgerkraftwerk Chemnitzer Land und dessen Vorsitzenden Gerhard Sonntag vorangetrieben.
Für den Startschuss werden insgesamt 140.000 Euro benötigt, damit die 30-Kilowatt-Anlage auf dem Schuldach aufgebaut werden kann. "Bisher haben wir für eine Summe von 70.000 Euro die Zusagen vorliegen", erklärt Gerhard Sonntag. Er teilte mit, dass 15 Personen aus dem Landkreis Chemnitzer Land jeweils eine Summe zwischen 1.000 und 10.000 Euro eingezahlt hätten. Das Geld landet in einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR), unter deren Regie die Montage und Verwaltung der Solaranlage erfolgen soll. Sie kann bis zu 20 Jahre auf dem Schuldach bleiben.
"Wir müssen in den nächsten Wochen weitere Investoren finden, die Geld zur Verfügung stellen und einen Beitrag für den Klimaschutz leisten wollen", erklärt der Initiator. Trotz der noch nicht geklärten Finanzierung hält Sonntag an seinem Ziel fest, dass die Anlage noch in diesem Jahr montiert und an das Netz angeschlossen werden soll.
Als nächstes werde der Nutzungsvertrag mit der Gemeinde St. Egidien ausgehandelt und unterschrieben. Die Kommune stellt das Dach kostenlos zur Verfügung. Auch mit der Statik gebe es keine Probleme. Sonntag hat das Gutachten eines Statikers, dass die Solarmodule auf dem Dach aufgebaut werden können. "Wir müssen aber mit einer Lieferzeit von sechs bis acht Wochen für die Solarmodule rechnen", befürchtet Sonntag.

Quelle: Freie Presse Hohenstein-Ernstthal, 23.08.2007
 

Verein steigt für Bürgerkraftwerk aufs Schuldach

Die erste von Privatleuten gemeinschaftlich finanzierte Solaranlage des Landkreises soll noch in diesem Jahr ans Netz gehen Solarenergie - nur eine Chance für Häuslebauer und Öko-Unternehmer? Mitnichten, meint der Verein Bürgerkraftwerk Chemnitzer Land und wirbt um Unterstützung für ein bislang einmaliges Gemeinschaftsprojekt im Landkreis. 

Glauchau/St. Egidien. Die erste von einer Bürgergemeinschaft finanzierte Solaranlage im Chemnitzer Land soll noch in diesem Jahr ans Netz gehen. Dieses ehrgeizige Ziel hat sich der Verein Bürgerkraftwerk Chemnitzer Land gestellt.
Nach den Worten seines Vorsitzenden Gerhard Sonntag soll auf dem Dach einer nicht mehr genutzten Schule in St.Egidien eine Anlage mit 30 Kilowatt Spitzenleistung installiert werden. Sie werde jährlich mehr als 26.000 Kilowattstunden Strom aus Sonnenenergie erzeugen. Das entspricht nach Angaben des Verbandes der Elektrizitätswirtschaft in etwa dem Jahresverbrauch von sieben Drei-Personen-Haushalten. Würde diese Strommenge auf herkömmlichen Wege erzeugt, wäre dies mit dem Ausstoß von 17 Tonnen des klimaschädlichen Gases Kohlendioxid verbunden.
Die natürlichen Voraussetzungen für einen Erfolg des Projekts sind günstig. Meteorologen zufolge erreicht die Sonneneinstrahlung übers Jahr gerechnet nirgendwo in Ostdeutschland derart hohe Werte wie im Chemnitzer Land.
Die beträchtlichen Investitionskosten in Höhe von weit über 100.000 Euro sollen laut Sonntag nach dem Vorbild ähnlicher Projekte in anderen sächsischen Städten aus Beteiligungen interessierter Bürger finanziert werden. Dazu wurde bereits im April eine Betreibergesellschaft für das Bürgerkraftwerk gegründet. Durch die Erlöse aus dem Verkauf des gewonnenen Stroms zu einem staatlich garantierten Preis erhielten deren Gesellschafter im Laufe der kommenden 20 Jahre nicht nur ihre jeweiligen Einsätze zurück. Vielmehr winke ihnen obendrein noch eine gute Rendite.
Schon jetzt liegen den Initiatoren nach Sonntags Worten rund 40 Prozent der geplanten Investitionen Finanzierungszusagen vor. "Die unterschiedlichsten Leute wollen sich beteiligen", so der Kreistagsabgeordnete der Bündnisgrünen. "Das reicht vom Angestellten bis zum Unternehmer." Mindestens 1000 Euro müsse ein Gesellschafter investieren; pro Interessent werden Anteile in Höhe von maximal 10.000 Euro vergeben. Damit soll sichergestellt werden, dass das Vorhaben möglichst breit aufgestellt bleibt und keiner der Gesellschafter sich eine dominierende Position erkaufen kann.

Quelle: Freie Presse Hohenstein-Ernstthal, 22.06.2007
 

Verein plant Solaranlage auf dem Schuldach

Mitglieder des Bürgerkraftwerks Chemnitzer Land müssen noch statische Voraussetzungen prüfen - St. Egidiener Gemeinderat begrüßt Vorhaben

St. Egidien. Auf dem Dach der ehemaligen Mittelschule soll eine Photovoltaikanlage montiert werden. Der Gemeinderat hat das Vorhaben des im Februar gegründeten Vereins Bürgerkraftwerk Chemnitzer Land begrüßt. Noch in diesem Jahr soll die 30-Kilowatt-Anlage fertiggestellt sein. "Die Dachneigung der Mittelschule ist für dieses Vorhaben optimal geeignet", sagte der Vereinsvorsitzende Gerhard Sonntag.
Der 16 Mitglieder zählende Verein will in den nächsten Tagen weitere Hürden für dieses Vorhaben nehmen. Da die Dachkonstruktion aus Betonsparren besteht, muss eine Lösung für die Befestigung der Solarzellen gefunden werden. Zudem bestehe noch Klärungsbedarf, ob die vorhandene Konstruktion die zusätzlichen Lasten tragen kann. Die Kosten für den Aufbau der Anlage bezifferte Gerhard Sonntag auf 130.000 bis 150.000 Euro.
Das Geld soll von den Teilhabern an einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) zusammengetragen werden. Sonntag sagte, dass die Beteiligung an der GbR zwischen 1000 und 10.000 Euro liegen soll. Geringere Beträge seien nicht geplant, weil sich dafür der Verwaltungsaufwand kaum lohne. "Wir werden damit nicht reich. Das ist eine längerfristige Geldanlage, die sich nach zwölf bis 15 Jahren rentiert", warb Sonntag für das Projekt. Er verdeutlichte auch, dass damit ein Beitrag für den Klimaschutz geleistet werden kann. Nicht alle Bürger könnten Solaranlagen auf ihre Häuser montieren. Durch dieses Gemeinschaftsprojekt haben Interessenten aber die Chance, einen Beitrag für den Klimaschutz zu leisten, sagte Sonntag. Der Strom soll in das vorhandene Netz eingespeist werden. Der Vereinsvorsitzende glaubt, dass der Aufbau der Solaranlage auch eine große Bedeutung für das Gebäude der ehemaligen Mittelschule haben könnte, in das eine Privatschule einziehen soll.
Die Räte begrüßten den Vorstoß des Vereins Bürgerkraftwerk Chemnitzer Land. "Es ist gut, dass Leute dieses Projekt vorantreiben", bewerteten Martin Zergiebel (CDU) und Lothar Göpfert (PDS) übereinstimmend. Bürgermeister Uwe Redlich (SPD) machte klar, dass bei einem späteren Rückbau der Anlage - er kann erfahrungsgemäß nach etwa 20 Jahren anstehen - keine Kosten für die Gemeinde entstehen dürfen.
Die Frage, ob St. Egidien bei einer möglichen Veräußerung des Komplexes durch die Anlage ein Nachteil entstehen könnte, blieb unbeantwortet. "Es ist mühsam, darüber zu diskutieren", sagte Redlich. Falls der Aufbau der Anlage aus statischen Gründen an der Schule scheitern sollte, brachte Martin Zergiebel ein Ersatzobjekt ins Gespräch: Das Polytechnische Zentrum, welches zum Feuerwehrdepot umgebaut werden soll. Das Dach müsse sowieso erneuert werden. "Falls wir auf diesem Gebäude die Solarzellen montieren, können wir gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen."
 
Quelle: Freie Presse Hohenstein-Ernstthal, 05.06.2007
 
 
Verein plant Bürgerkraftwerk im Chemnitzer Land

16 Umweltfreunde wollen 300-Quadratmeter-Solaranlage betreiben

St. Egidien. Mit der Gründung des Vereins  Bürgerkraftwerk Chemnitzer Land haben 16 umweltbewusste Bürger am Dienstagabend den Grundstein gelegt, um ihrem Ziel näher zu kommen: Auf einer Fläche von etwa 300 Quadratmetern soll eine Solaranlage mit einer Leistung von maximal 30 Kilowatt betrieben werden. Dazu wünscht sich der Verein ein kostenlos nutzbares Dach, das völlig schattenfrei und intakt sein müsse.

Zum Vorsitzenden wurde Gerhard Sonntag aus St. Egidien gewählt. Er machte darauf aufmerksam, dass speziell die Region "auf wundersame Weise eine intensivere Sonneneinstrahlung" aufweise. Für ihn steht im Vordergrund, einen Beitrag für die Umwelt, für die nächste Generation zu leisten. Die Gründungsmitglieder einigten sich auf einen Jahresbeitrag von 18 Euro.
Antje Nettling-Sonntag aus Gersdorf betonte, dass der Verein auf Erfahrungen aus anderen Gegenden Deutschlands zurückgreife.

Während der neue Verein die Ideen verbreitet, geht es im zweiten Schritt um das Errichten und Betreiben der Solaranlage. Ein Startkapital von etwa 150.000 Euro wird voraussichtlich gebraucht. Als Betriebsform wird eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) favorisiert. Für eine Teilhaberschaft von 1000 Euro ist eine Stimme in der Gesellschaft vorgesehen. (LM)

Kontakt: Gerhard Sonntag, Telefon 037204 60878.

Quelle: Freie Presse Glauchau, 08.02.2007

 

Bürgerkraftwerk Chemnitzer Land
gerhard.sonntag@online.de